Neues Gesetz 2020
Zurück zu Blog
Neues Gesetz 2020 - Neues Gesetz 2020

Neue Gesetze 2020

Dieser Jahreswechsel hatte etwas ganz Besonderes, denn mit dem Jahr 2020 beginnen wir auch ein neues Jahrzehnt. Um die nächsten 10 Jahre direkt gut beginnen lassen zu können, solltest du über jegliche Änderungen von Anfang an Bescheid wissen. Wir sagen dir, was neu ist, auf welche Gesetze du unbedingt achten solltest und wie du von einigen Neuerungen in 2020 tatsächlich profitierst. Viel Spaß!

Elektriker, Dachdecker, Pflegekräfte und Gebäudereiniger aufgepasst! Hier steigen die Branchenmindestlöhne:

Ihr habt richtig gehört. Nach einer weiteren Erhöhung des staatlichen Mindestlohnes von 9,19 Euro auf 9,35 Euro dürfen sich auch soziale und handwerkliche Branchen über einen höheren Mindestlohn freuen. So können beispielsweise pädagogische Fachkräfte ohne Bachelorabschluss MINDEST 16,19 Euro pro Arbeitsstunde verlangen.

In der Pflege steigt der Branchenmindestlohn um circa 30 Cent auf 11,35 Euro. In Handwerksbranchen gehen auch Elektroniker, Maler- und Lackierer, Dachdecker durchschnittlich mit 20 bis 50 Cent mehr pro erbrachte Arbeitsstunde nach Hause. Und das beste kommt zum Schluss: Nach aktuellen Angaben der Hans-Bröckler-Stiftung steigen die gesetzlichen und branchenbezogenen Mindestlöhne in den nächsten Monaten und Jahren kontinuierlich an!

Fit und gesund durchs Jahr – so klappt´s auch bei dir 

Ein neues Jahr bringt für viele auch neue Vorsätze und geplante Lebenswandlungen mit sich. Allem voran ist dabei die Gesundheit. Sei es sich das schädliche Rauchen endlich abzugewöhnen, sein Gewicht zu reduzieren oder längst überfällige Routineuntersuchungen nachzuholen. Dank der neuen Gesetze ab 2020 erhältst du zumindest beim Letzteren nun adäquate Unterstützung. Über die bundesweite Rufnummer 116117 erhalten somit alle einen einheitlichen Termin- und Beratungsservice. Wenn du es auch satt hast mehrere Monate auf einen Facharzttermin warten zu müssen, kannst du dich telefonisch, online und sogar per App an die Terminservicestellen wenden und dir einen zeitnahen Termin beim Facharzt deiner Wahl zusichern lassen. 

Doch damit nicht genug! In Sachen Gesundheit wird 2020 so richtig aufgeräumt. Ebenso wie die deutschlandweiten Terminservicestellen sind auch folgende Regelungen ab diesem Jahr neu: 

  • Digitale Krankenscheine: Wer seine Arbeitsunfähigkeit noch immer per Post an Krankenkasse und Arbeitgeber schickt, kann sich auf digitale Entlastung. Ab 2020 beginnen die ersten gesetzlichen Krankenkassen mit der Übertragung von digitalisierten Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen.

 

  • Video-Sprechstunden beim Arzt: Dank der ab 01.07.2020 eingeführten E-Rezepten ist der Gang zum Arzt für viele von uns ab da an überflüssig. Wer neue Verordnungen benötigt oder Fragen an seinen Haus-, Fach- und Kinderarzt hat, kann ab nun auf eine Video-Sprechstunde zurückgreifen und sich bequem mit dem Arzt seines Vertrauens verbinden lassen. E-Rezepte werden in der Regel automatisch vom behandelnden Arzt an zugehörige Apotheken gesendet. 

 

  • Zahnersatz: Unsere Zähne sind einzigartig und ausdrucksstark. Um immer mehr Menschen ein gesundes Lächeln schenken können, wird der gesetzliche Zuschuss des benötigten Zahnersatzes ab Oktober 2020 erstmals auf 60% erhöht. Die finanzielle Entlastung soll mehr Menschen bei ihrer Mundgesundheit unterstützen. 

So profitierst auch du mit deinem Kleingewerbe

Du überlegst dir schon eine ganze Weile, dich mit deiner Idee oder deiner Fähigkeit selbstständig zu machen? Dann ist 2020 genau dein Jahr! Mit der Anhebung der Freigrenze können sich kleine Unternehmen ab dem 01.01.2020 bis zu einem Jahresumsatz von 22.000 Euro von der Umsatzsteuer befreien lassen. Somit wird deine umsatzsteuerfreie Jahresgrenze um satte 4.500 € erhöht. 

Du hast bereits ein Kleinunternehmen und lagst im vergangen Jahr über der Einkommensgrenze der bisherigen 17.500€? Dann kannst auch du dich über die neue Gesetzesänderung freuen. Solltest dein Antrag auf die Befreiung der Umsatzsteuer aufgrund eines zu hohen Jahreseinkommen abgelehnt worden sein, kannst du dein Glück nun erneut versuchen. Mit der Befreiung der Umsatzsteuer sparst du dir die Bewältigung von nicht unerheblicher Bürokratie, sowie die jährliche Umsatzsteuererklärung und die Vorauszahlungen an das Finanzamt. 

Nicht nur auf Facebook – Werbeanzeigen bald auch auf WhatsApp

Diese Änderung stößt Millionen Nutzern des beliebten Messengers bitter auf. Nach der Übernahme von WhatsApp durch Facebook sollen nun Werbeanzeigen die Statusfunktionen des Messengers unterbrechen.

Die WhatsApp-Adds werden zukünftig durch eine automatisierte Datenerfassung kategorisiert. Mit anderen Worten werden Zielgruppen anhand ihrer Daten, in privaten und geschäftlichen Chatverläufen, erschaffen und die eingeblendete Werbung daraufhin je nach Nutzer angepasst. 

 

Bedeutet die Einführung von WhatsApp-Adds das Aus für den meistgenutzten Nachrichtenservice?

WhatsApp verzeichnete bereits im Jahr 2018 circa 1,5 Milliarden aktive Nutzer und zählt somit als größter Messenger weltweit. Auch wenn WhatsApp-Adds erst im Laufe des Jahres auf den deutschen Markt erscheinen sollen, sind die Diskussionen hierzulande bereits jetzt hitzig. Einerseits klingt vielen von uns das Versprechen eines dauerhaften Services ohne Werbung im Ohr, andererseits möchten wir unsere sensiblen Daten aus Chatverläufen nicht mal mit Robotern teilen.

Umfragen zur Folge sollen daher die Hälfte aller deutschen Nutzer sich bei anderweitigen Messenger Anbietern umschauen, um eine ebenwürdige und werbefreie Plattform zu finden. Bekannte Alternativen zum etablierten WhatsApp sind unter anderem Telegram, Viber oder Tango.

Wie viele Nutzer sich in konkreten Zahlen vom blauen Häkchen abwenden ist jedoch noch unklar. 

Diesen Beitrag teilen

Kommentar (1)

  • Mirko Antworten

    Sehr interessanter Artikel, ich hoffe mal nicht das Werbung auf WhatsApp erscheinen wird.

    12. Januar 2020 um 16:54 Uhr

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Zurück zu Blog